Neues Entgeltsystem in der Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)

Ausgangslage und Problemstellungen

Das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHG) führt zu einem Systemwechsel in der Finanzierung psychiatrischer Krankenhäuser und Abteilungen. Das neue Entgeltsystem verlässt das Prinzip der krankenhausindividuellen Kalkulation der Budgets.

Erlöse und Kosten werden entkoppelt

Die vom Gesetzgeber verabschiedeten Pauschalen orientieren sich an einheitlich festgelegten, tagesbezogenen Entgelten. Das bedeutet, dass die Erlöse eines Krankenhauses von dessen Kosten weiter entkoppelt werden und sich stattdessen von den Diagnosen und den am Patienten erbrachten Leistungen ableiten. Wie bei den somatischen Krankenhäusern wird damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit auch der psychiatrischen Häuser transparent und vergleichbar.

Zeitplan der Einführung

Zeitplan der Einführung
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Zeitplan der Einführung
des neuen Entgeltsystems in der Psychiatrie und Psychosomatik (PEPP)

Die budgetneutrale Einführungsphase des PEPP ist von 2013 bis 2016 definiert. In den Jahren 2013 und 2014 können Einrichtungen freiwillig als Optierer ins PEPP umsteigen und damit Anreize zu einem erhöhten Minder- und Mehrerlösausgleich nutzen. Verpflichtet sind alle Einrichtungen, ab 2015 ins neue Entgeltsystem umzusteigen und nach PEPP abzurechnen.

2017 beginnend findet bis 2021 die Konvergenzphase statt. Sie hat zum Ziel, die hausindividuelle Vergütung, die der Basisentgeltwert der jeweiligen Einrichtung darstellt, an den Landesbasisfallwert des eigenen Bundeslandes anzunähern. Dabei wird es Gewinner und Verlierer geben. Ab 2022 soll die angestrebte einheitliche Vergütung in der voll- und teilstationären Versorgung der Psychiatrie und Psychosomatik den Bundesländern vollständig erreicht sein.